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Namibia von A bis Z

Alkohol
Alkoholische Getränke können nur in den sogenannten "Bottle Stores" (oder afrikaans "Drankwinkel") gekauft werden. Wein und Bier bekommt man meist auch in Supermärkten, sowie in den Shops der National Parks. Namibia braut eigenes Bier in Windhoek und Swakopmund, und zwar nach Deutschem Reinheitsgebot. Weine kommen im allgemeinen aus Südafrika. die Art der Schanklizenz in den Hotels ist durch Symbole gekennzeichnet. "Y" bedeutet: Es dürfen nur Bier und Wein ausgeschenkt werden und nur mit den Mahlzeiten. "YY" bedeutet: Es dürfen nur Bier und Wein ausgeschenkt werden. "YYY" bedeutet: Es dürfen alle Spirituosen ausgeschenkt werden.

Angeln
Das beliebteste Angelrevier ist die West Coast Recreation Area zwischen Walvis Bay und der Ugab Mündung und weiter hoch bis nach Terrace Bay. Henties Bay ist das Anglerzentrum. Geangelt wird vor allem Catfish, Steenbras, Snoek, Hake und Kabeljau. Beliebt sind auch die Stauseen und das Tigerfish Angeln im Zambesi und Kwando im Caprivi. Es gibt strenge Regelungen bezüglich Fischmengen und Fischarten. Ein Angelschein ist generell vorgeschrieben. Man bekommt das Permit für wenige N$ im Ministry of Marine Resources and Fisheries in Windhoek. Tel 061-2053911. Swakopmund Tel 064-4101000.

mediclinic_logoÄrztliche Versorgung
Die medizinische Versorgung ist im allgemeinen gut, vor allem in den größeren Städten. Speziell die Privatkliniken in Windhoek, Otjiwarongo und Swakopmund haben einen guten Ruf. Die meisten Ärzte sind allerdings Allgemeinmediziner (General Practitioner). Spezialisten sind im Lande selten, dazu muss man dann nach Kapstadt. Beste private Klinik in Windhoek: Mediclinic, Heliodor Street, Klein-Windhoek, Tel 061 4331000. Medizinischer Flugrettungsdienst: ISOS, Tel 061 249777. Medrescue, 061 230505. Die Apotheken in den größeren Städten verfügen über die meisten Medikamente, meist sehr viel preiswerter als in Deutschland.

Autofahren
Im gesamten südlichen Afrika herrscht Linksverkehr. Neben dem nationalen Führerschein sollte man einen internationalen Führerschein mitbringen. In allen Orten gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h, außerhalb von Ortschaften auf asphaltierten Landstraßen gilt 120 km/h. Auf Schotterpisten sollte man nicht schneller als 80 km/h fahren. Es passieren alljährlich viele Unfälle durch zu schnelles Fahren auf nicht asphaltierten Straßen. Touristen sind meist nicht genügend mit den Gefahren auf solchen Straßen vertraut und überschätzen die Bodenhaftung, vor allem in Kurven. Geschwindigkeitskontrollen per Laserpistole sind üblich, vor allem in Windhoek und Umgebung. Auch Parksünder werden mit empfindlichen Strafen belegt. Es besteht Anschnallpflicht. Vermeiden Sie Überlandfahrten bei Nacht oder in der Dämmerung. Der Wildwechsel ist in Namibia erheblich, auch wenn die Farmen meist eingezäunt sind. Besonders gefährlich ist ein Zusammenstoß mit einem Kudu, die problemlos über 2 Meter hohe Zäune springen. Sollte sich eine Nachtfahrt nicht umgehen lassen, so fahren Sie niemals schneller als 80 km/h.

Automobil Club
Die AAN Automobile Association ist die namibische Entsprechnung zum ADAC. Sie bekommen hier z.B. Kartenmaterial, wenn Sie Ihren ADAC Ausweis vorzeigen. Adresse: Carl List House, Ecke Independence Ave/ Fidel Castro St., Tel 061-224201.

Autoverleih
Mietwagen sind im allgemeinen recht teuer in Namibia. Vor allem liegt das an den hohen Versicherungsprämien, die namibische Vermieter auf Grund hoher Unfallzahlen zu entrichten haben. Es sind alle großen Vermieter, wie Hertz, Avis und Budget, im Lande vertreten. Darüber hinaus gibt es viele interessante kleine Unternehmen, Wohnmobil- und Geländewagen-Anbieter. Sie müssen Mitglieder der Mietwagendachorganisation CARAN sein. Zur Fahrzeug Anmietung ist ein Internationaler Führerschein erforderlich. Grenzüberschreitende Fahrten sind nur nach Absprache mit dem Vermieter möglich.

Baden
Namibias Küste ist nicht zum Baden geeignet, da die Wassertemperaturen zwischen 12°C und 16°C schwanken, bedingt durch den kalten Benguela-Meeresstrom.

Banken
Die namibischen Banken (Standard Bank, FNB First National Bank, Nedbank, Bank of Windhoek) tauschen alle frei-konvertierbaren Devisen und Reiseschecks in Namibia-Dollar um. Bei allen größeren Bankfilialen gibt es Geldautomaten (ATM = Automatic Teller Machine), bei denen man mit der Kreditkarte - teilweise auch mit Maestro (ehemals EC-Karte) - Geld abheben kann. Die Banken haben normalerweise werktags von 9 bis 15.30 Uhr geöffnet. Manche sind zur Mittagszeit, zwischen 13 und 14 Uhr, geschlossen. Der Namibia Dollar ist an den südafrikanischen Rand gekoppelt (1:1). Derzeit entspricht 1 Euro ca 13,5 N$.

Bargeld

Normalerweise ist es günstiger, den Geldumtausch in einer namibischen Bank vorzunehmen. Wer N$ in einer deutschen Bank kauft, zahlt meist höhere Gebühren. Bargeld wird in Namibia unbedingt beim Tanken benötigt. Gästehäuser, Restaurants und Supermärkte akzeptieren dagegen auch Kreditkarten (Mastercard und Visa), so dass man nicht allzuviel Bargeld mitführen muss. Wer mit seiner MAESTRO Karte Bargeld abheben will, sollte dies nicht an einer ATM Maschine tun, sondern ausschließlich am Schalter in einer Bank.

Benzin und Tankstellen
Das Tankstellennetz in Namibia ist gut, wenngleich nicht so dicht wie in Europa. Auch in kleineren Ortschaften gibt es aber meist eine Tankstelle. An Tankstellen werden keinen Kreditkarten akzeptiert sondern nur Bargeld. Die meisten Tankstellen haben Diesel, 95 Unleaded (bleifrei) und 97 Super (verbleit). 1 Liter kostet ca 13 N$. Da es sich bei den Tankstellen um Service-Tankstellen handelt (keine Selbstbedienung), wird ein kleines Trinkgeld (2 bis 5 N$) gegeben, vor allem wenn der Tankwart die Fensterscheibe gereinigt hat.

Botschaften und Konsulate
Embassy of the Republik of Namibia in Germany
Reichsstr. 17, 14052 Berlin, +49 (0)30 254 0950, +49 (0)30 254 09555, email info@namibia-botschaft.de
Embassy of the Republic of Namibia in Austria
Zuckerkandlgasse 2, 1190 Vienna, Austria. Tel 01-4029371, Fax 01-4029370, email: nam.emb.vienna@speed.at

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Namibia
154 Independence Avenue, Sanlam Centre, 6. Etage, Windhoek, Tel: +264 (0)61-273 100, Bereitschaftsdienst in Notfällen 081-1243572, email info@windhuk.auswaertiges-amt.de
Schweizer Generalkonsulat in Namibia
PO Box 9298, Eros/Windhoek, Tel +264 (0)81 1279388 (Mobil), Fax +264 (0)61 220104
Austrian Consulate in Namibia
Teinert Straße 2, Windhoek Tel +264 (0)61 222159. Fax +264 (0)61 222159, email: info@austrian-consulate.com

Busse
Die Firma Intercape Mainliner unterhält ein Überland Busnetz auf den Routen Windhoek - Mariental - Keetmanshoop - Upington - Kapstadt und Windhoek - Okahandja - Karibib - Swakopmund sowie Windhoek - Otjiwarongo - Tsumeb. Tel 061-227487. email whkbook@intercape.co.za

Camping
Wildes Campieren ist in Namibia nicht mehr erwünscht und aus Sicherheitsgründen auch nicht sinnvoll. Wenn man auf privatem Farmland campen möchte, so muss man den Besitzer zuvor um Erlaubnis fragen. Es gibt jedoch mittlerweise ein ansehnliches Netz an Campingplätzen. Die gemeinnützige NACOBTA Organisation in Windhoek hat - mit Entwicklungshilfe Geldern - in den letzten Jahren zahlreiche schöne und preiswerte Camps im Land angelegt. Sie werden von den Einheimischen geführt und die Profite kommen der jeweiligen Kommune zugute. Adresse: PO Box 86099, Windhoek, Tel 061-250558. Im Südwinter, vor allem im Juli und August, ist es nachts empfindlich kalt in Namibia. Nachtfröste sind nicht ungewöhnlich. Wer campen will, sollte das beachten.

Devisenbestimmungen
Devisen können in unbegrenzten Mengen als Bargeld oder in Form von Reiseschecks eingeführt werden. Reiseschecks können in jeder Bank in Namibia getauscht werden. Anerkannte Kreditkarten sind Visa-, Master- oder Diners Card. Mit der EC-Karte (Maestro) kann man nur bei der Standard Bank Geld abheben, die in den größeren Orten vertreten ist. Pro Person dürfen lediglich N$ 2000 eingeführt werden.

Einreise
Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen lediglich einen gültigen Reisepass (mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig). Für längere Aufenthalte gelten besondere Regelungen. Man sollte unbedingt sofort bei Einreise kontrollieren, ob mindestens soviele Aufenthaltstage genehmigt wurden wie tatsächlich benötigt werden. Etwaige Irrtümer des Grenzbeamten gehen zu Lasten des Besuchers, und eine Überziehung der Aufenthaltsgenehmigung kann zur Verhängung drastischer Strafen führen. Die Einfuhr von Jagdwaffen ist möglich. Das Permit wird bei der Einreise erteilt. Eine heimische Waffenbesitzkarte muss vorgelegt werden.

Eisenbahn
Das namibische Eisenbahnnetz umfasst rund 2000 km Strecke und ist im Süden an das südafrikanische Streckennetz angeschlossen. Die Züge sind allerdings langsam und brauchen z.B. für die Strecke Windhoek - Swakopmund fast 9 Stunden. Für Touristen ist dagegen der luxuriöse Desert Express interessant, der 3mal wöchentlich zwischen Windhoek und Swakopmund verkehrt. Der Zug hat klimatisierte Abteile, Schlaf- und Restaurant-Wagen. Tel 061-2982600. Email dx@transnamib.com.na.

Elektrizität
Die Spannung in Namibia beträgt 220-230 Volt Wechselstrom. Steckdosen sind dreipolig und sind mit den südafrikanischen identisch. Adapter kann man vor Ort in fast jedem Supermarkt kaufen. Auf Farmen wird die Stromversorgung oft durch Diesel Generatoren sichergestellt. Meistens laufen sie aber nur tagsüber. Nachts gibt es Kerzen oder Licht aus der 12 Volt Batterie.

Essen
Lebensmittel gibt es in jedem größeren Ort in Namibia, wenngleich die Palette an Nahrungsmitteln deutlich geringer ist als in Europa. Besonders gross ist das Angebot in Windhoek, Swakopmund und Otjiwarongo. In den ländlichen Regionen - vor allem im Norden - gibt es oft nur wenig Frischprodukte, Gemüse und Obst zu kaufen. Die Preise für Nahrungsmittel liegen etwa bei 70% der deutschen Preise. Importierte Lebensmittel sind allerdings sehr viel teurer. Fleisch ist in Namibia sehr gut, da die Tiere ausschliesslich auf Naturweiden gehalten werden und keinerlei künstliche Futterzusätze gegeben werden. Es handelt sich meist um Rindfleisch, Wildfleisch von Kudu, Oryx und Springbok sowie Straussenfleisch. Frischen Fisch, Hummer, Muscheln und Austern gibt es vor allem in Swakopmund, Lüderitz und Walvis Bay. Bei Namibiern besonders beliebt ist "Biltong", getrocknetes Antilopenfleisch, dass in dünne Streifen geschnitten und sehr nahrhaft ist. Die Küche ist vielerorts gutbürgerlich-deutsch oder international.

Feiertage
1. Januar: Neujahr
21. März: Independence Day (Tag der Unabhängigkeit)
22. März: 2. Independence Day
1. Mai: Workers' Day (Tag der Arbeit)
4. Mai: Cassinga Day (Erinnerung an den Freiheitskampf)
25. Mai: Africa Day (Afrika Tag)
26. August: Heroes Day (Heldengedenktag)
10. Dezember: Human Rights Day (Menschenrechte Tag)
25. Dezember: Christmas (Weihnachten)
26. Dezember: Family Day (Familientag)
Verschiebbare Feiertage: Karfreitag - Ostermontag - Ostersonntag - Christi Himmelfahrt Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, werden am Montag nachgeholt.

Flüge
Mehrere Fluglinien fliegen Windhoek an, einige täglich. Air Namibia fliegt ab Frankfurt täglich im Direktflug. Die Flugzeit beträgt bei einem Direktflug 9 bis 10 Stunden. Lufthansa und South African Airways fliegen täglich über Johannesburg. Preise variieren stark, je nach Saison. Am teuersten ist es um die Weihnachtszeit, über Ostern sowie zwischen Juli und September. Air Namibia fliegt von Windhoek täglich auch nach Keetmanshoop, Katima Mulilo, Oshakati, Walvis Bay, Lüderitz, Kapstadt, Johannesburg, Maun, Gaborone und Victoria Falls.

Fotografieren
Sofern Sie noch auf Analog-Material fotografieren, bringen Sie Ihre Filme besser mit. Filme sind in Namibia relativ teuer. In vielen Städten gibt es 1-Hour-Film-Service, also Filmentwicklung innerhalb einer Stunde. Dia Entwicklung nur in Windhoek. Gute Tieraufnahmen sind im allgemeinen nur mit lichtstarken Teleobjektiven und Autofokus möglich. Fotografieren ist überall erlaubt. Wenn Sie Menschen fotografieren, fragen Sie sie bitte stets um Erlaubnis. Schützen Sie Ihre Kamera auf Überlandfahrten und besonders auf Pirschfahrten bei offenem Fenster vor Staub.

Führerschein
Wenngleich die meisten Autovermieter den nationalen deutschen Führerschein akzeptieren, sollten Sie zusätzlich einen Internationalen Führerschein mitführen. Bei Grenzübertritten ist er zwingend erforderlich. Auch bei Fahrzeugkontrollen oder Unfällen in Namibia ist er von Vorteil, und es kann zu Problemen und Verzögerungen kommen, wenn Sie keinen internationalen FS vorzeigen können.

Geländewagen
Ein Geländefahrzeug (4x4) ist in Namibia nicht unbedingt erforderlich. Auch Schotterstraßen sind im allgemeinen in gutem Zustand und können von PKWs bewältigt werden. Lediglich für bestimmte Gebiete wie Sandwich Harbour, Sossusvlei, Khaudum National Park und besonders für das Kaokoveld benötigt man ein 4x4. Hier braucht man zusätzliche Expeditionsausrüstung wie ein 2. Reserverad, Werkzeug, besondere Karten und möglichst ein GPS Gerät und einiges mehr.

Gepäck
Erlaubt sind 20 kg Fluggepäck. Bevorzugen Sie Reisetaschen. Hartschalenkoffer sind bei Rundfahrten und Safaris sehr lästig und unhandlich.

Golf
In Namibia wird auch Golf gespielt. Zu den außergewöhnlichsten Plätzen gehört der Rossmund Wüstengolfplatz in Swakopmund. Auch in Lüderitz gibt einen Golfplatz in der Wüste.

Grenzübergänge
Namibia - Angola
Ruacana: 7:00 - 18:00
Omahenene: 8:00 - 18:00
Oshikango / St. Clara: 8:00 - 18:00
Rundu: 8:00 - 18:00
Namibia - Botswana

Impalila Island: 7:00 - 18:00
Ngoma Bridge: 7:00 - 18:00
Muhembo / Shakawe: 6:00 - 18:00
Buitepos / Mamuno: 7:00 - 18:00
Namibia - Südafrika

Klein Menasse / Rietfontein: 8:00 - 16:30
Ariamsvlei / Nakop: 24 hrs
Vellorsdrift / Onseepkans: 8:00 - 17:00
Noordoewer / Vioolsdrift: 24 hrs
Oranjemund / Alexander Bay: 6:00 - 22:00
Sendelingsdrift: 8:00 - 17:00
Mata Mata: 8:00 – 16:30 (Südafrikanische Zeit)
Namibia - Zambia

Wanela (Katima Mulilo) / Sesheke: 6:00 - 17:00

Handy Telefonate
MTC Namibia hat Roaming Abkommen mit über 102 Ländern. Telefonieren aus Namibia nach Deutschland: Vorwahl 0049, dann die Rufnummer ohne Null. Bei anderen Ländern die entsprechende Landesvorwahl.

Haustiere
Es besteht Quarantänepflicht für eingeführte Haustiere. Haustiere sind in den Naturschutzreservaten generell nicht erlaubt.  Formulare für die Ein- und Ausfuhr von Haustieren sind über die namibischen Botschaften zu beziehen. Die Einfuhr von Papageien und Nagetieren ist grundsätzlich nicht gestattet.

HIV / Aids
Aids ist im Lande ein großes Problem. Die HIV-Prävalenz in der Bevölkerung liegt über 15%, vermutlich erheblich höher. Ungeschützte Sexualkontakte mit Einheimischen sind also sehr riskant. Auch unsaubere Spritzen / Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Risiko bergen.

Impfungen
Es sind keine Impfungen für Namibia erforderlich. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt den Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A und B. Eine Malaria-Prophylaxe (z.B. mit Lariam) ist nur sinnvoll, wenn Sie in Gebiete nördlich des Etoscha Parks oder in den Caprivi reisen wollen. Besser ist es, sich vor Mückenstichen zu schützen, denn kein Malaria Mittel bietet totalen Schutz. Wenn Sie trotzdem Malaria bekommen, sind Sie den Erregern relativ schutzlos ausgeliefert. Wichtig ist, nach Ihrer Rückkehr aus Malaria Gebieten sorgsam auf Malaria Symptome zu achten und ggfs. sofort zum Arzt zu gehen und Malaria Medikamente einzunehmen. Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt.

Jagd
Die Trophäenjagd durch ausländische Jäger ist wichtige Einnahmequelle im Tourismusbereich. Preise sind für deutsche Verhältnisse günstig. Die Jagdgesetze sind äußerst streng. Der Jagdschein wird vom namibischen Farmer ausgestellt. Jagdgewehre dürfen nur mit gültigem namibischen Waffenbesitzschein eingeführt werden. Handfeuerwaffen sind strengstens verboten. Auskünfte erteilt die Namibia Professional Hunting Association, PO Box 11291, Windhoek. Tel 061-234455. email napha@mweb.com.na.

Karten
Namibia Tourism Frankfurt (Schillerstraße 42-44, 60313 Frankfurt. Tel 069-1337360, Fax: 069-13373615) verschickt kostenloses Kartenmaterial, das allerdings nicht sehr detailliert ist. Bessere Karten bekommt man im Buchhandel.

Kleidung
Im Südwinter (Mai-September) herrschen in Namibia angenehme Tagestemperaturen (um 25°C), nachts wird es aber kalt, nicht selten mit Frösten. Man muss also sommerliche Kleidung aber auch warme Übergangskleidung und Pullover mitnehmen. In den Sommermonaten ist es tagsüber heiß, und nachts kühlt es nicht genügend ab, um gut schlafen zu können. Für diese Zeit braucht man leichte, besonders luftdurchlässige Kleidung. Und stets wichtig sind leichte Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Sonnenschutzmittel und feste Schuhe.

Krankenhäuser
Wer sich während der Reise zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus begeben muss, sollte staatliche Hospitäler meiden und den privaten Kliniken den Vorrang geben. Empfehlenswert sind Windhoek Mediclinic (Tel 061 4331000), Swakopmund Mediclinic (Tel 064 412200) und Otjiwarongo Mediclinic (Tel 067 303734).


Krankenversicherung
Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenversicherung, ob sie im Krankheitsfall die Kosten übernimmt. Falls dies nicht der Fall ist, sollten Sie eine Reisekrankenversicherung abschließen, zum Beispiel beim ADAC.

Kreditkarten
In Namibia können Sie - anders als in Deutschland - im allgemeinen überall mit den gängigen Kreditkarten bezahlen, außer an Tankstellen. MASTERCARD und VISA sind die bevorzugten Karten. Mit DINERS oder AMERICAN EXPRSS kann es dagegen schwierig sein (zu hohe Gebühren).

Kriminalität
Bis zur Unabhängigkeit 1990 gab es praktisch keine Kriminalität in Namibia. In den letzten 10 Jahren ist die Kriminalität gestiegen, vor allem Diebstahl Delikte bedingt durch gestiegene Arbeitslosigkeit und den Zuzug armer Menschen in städtische Elendsviertel. Im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten ist Namibia aber immer noch eines der sichersten Länder. Generell empfiehlt es sich dennoch ein umsichtiges Verhalten im Lande (Parken möglichst auf bewachten Parkplätzen, keine Wertgegenstände sichtbar im Fahrzeug liegen, keine Spaziergänge ohne Führer durch Townships, Bargeld nicht am Automaten sondern am Bankschalter abheben etc). Polizei Notfallnummer 10111.


Malaria

Die Regionen nördlich von Otjiwarongo gelten als zur Malariazone gehörig (Etosha, Damaraland, Kaokoveld, 4-O-Region, Kavango, Caprivi), wobei das Risiko im Caprivi am größten ist, insbesondere während der feuchten Jahreszeit. Eine Malaria-Chemoprophylaxe (z.B. mit Lariam) ist dann zu überlegen. Konsultieren Sie Ihren Arzt oder ein Tropeninsitut. Sinnvoll ist es in jedem Fall, sich vor Mückenstichen zu schützen, denn kein Malaria Mittel bietet totalen Schutz. Wichtig ist, nach Ihrer Rückkehr aus Malaria Gebieten sorgsam auf Malaria Symptome zu achten und ggfs. sofort zum Arzt zu gehen und Malaria Medikamente einzunehmen.


Mehrwertsteuer (VAT)
Die Mehrwertsteuer (VAT = Value-added tax) beträgt zur Zeit 15%. Bei kostspieligen Einkäufen kann man sich die Mehrwertsteuer durch Vorlage von Quittungen beim VAT Refund am Hosea Kutako Flughafen in Windhoek erstatten lassen.

Öffnungszeiten
Geschäfte sind in der Regel montags bis freitags von 8.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 17:30 Uhr geöffnet, samstags von 8.30 bis 13 Uhr. Manche Geschäfte, die "Portugiese Shops" haben länger geöffnet. Banken öffnen um 9 Uhr und schließen bereits um 15.30, samstags bereits um 11 Uhr. Die Post hat wochentags von 8 bis 16.30 Uhr geöffnet, samstags von 8.30 bis 11.30 Uhr.
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Polizei
Die Polizei ist in allen größeren Orten vertreten. Die nationale Notruf Nummer ist 10111.

Reiseschecks
Reiseschecks werden in Bankfilialen in den größeren Orten Namibias akzeptiert und sind ein sicheres und preiswertes Mittel, um sich Bargeld zu besorgen. Reiseschecks sollten von Ihrer Bank in EURO oder in US$ ausgestellt werden.

Reisezeit
Namibia kann aufgrund des angenehmen Klimas das ganze Jahr hindurch bereist werden. Heiß und feucht ist es von Dezember bis Februar.

Schlangen
Es gibt in Namibia viele Schlangenarten, darunter auch einige giftige. Die meisten Touristen bekommen aber keine zu Gesicht, da Schlangen - mit Ausnahme der Puffotter - bei der kleinsten Bodenerschütterung flüchten. Schlangen greifen nicht an und kommen auch nicht hinter Ihnen her. Laufen Sie nicht barfuss durch den Busch, und stecken Sie Ihre Hand nicht in Fels- oder Erdlöcher. Sollten Sie trotzdem von einer Schlange gebissen werden, bewahren Sie Ruhe. Das gebissene Gliedmass muss sofort abgebunden werden, um die Verteilung des Gifts im Körper zu bremsen. Merken Sie sich genau, wie die Schlange aussah und suchen Sie den nächsten Arzt auf, der Ihnen das geeignete Antiserum spritzen wird. Sind Sie von einer Spitting Cobra angespuckt worden, muss das Gift sofort aus den Augen gewaschen werden, am besten mit Milch oder mit Wasser.

Schulferien
Stattliche Schulen: Ende April bis Ende Mai, Ende August bis Anfang September, Anfang Dezember bis Mitte Januar
Deutsche Höhere Privatschulen (DHPS): Ende April bis Ende Mai, Ende August bis Mitte September, Anfang Dezember bis Mitte/Ende Januar

Sprachen
Englisch ist seit der Unabhängikeit einzige Amtssprache. Unter der weißen Bevölkerung sind Afrikaans (60%) und Deutsch (35%) am weitesten verbreitet. Daneben werden die afrikanischen Sprachen Herero, Ovambo, Damara, Nama und weitere gesprochen. Im Allgemeinen kommen Sie mit Deutsch und etwas Englisch im ganzen Land gut zurecht.

Straßen
Das namibische Straßennetz ist gut ausgebaut und im allgemeinen gut gepflegt. Auf mehr als 5.500 km Asphaltstraßen und 37.000 km Gravel Roads (Schotter) kann man das Land problemlos mit einem PKW bereisen. Die Sand-, Kalk- und Salzstraßen sind sehr gut gewartet und gut befahrbar, sofern es nicht heftig regnet. "C" Straßen sind meist in besserem Zustand als "D" Straßen. Vor allem in bergigen Regionen können letztere recht holprig sein.

Taxis
Taxis gibt es am Internationalen Flughafen Windhoek, in Windhoek, Swakopmund, Okahandja, Otjiwarongo, Oshakati, Walvis Bay und vereinzelt in anderen Städten. Taxis können nur telefonisch oder direkt am Taxistand gemietet werden (in Windhoek an der Independence Avenue gegenüber des Kalahari Sands Hotels). Alle Taxis sind mit einem Taxameter versehen Tarife sind aber nicht einheitlich.

Telefonieren
Das namibische Telefonnetz ist zufriedenstellend. Namibia verfügt ausserdem über ein modernes Mobilfunknetz, welches in allen Städten und ebenso in kleineren Orten funktioniert. Ausserhalb von einigen Kilometern Radius um die Ortschaften herum besteht oftmals jedoch kann kein Handy Empfang. Wer die teuren Roaming Gebühren deutscher Mobilfunkanbieter umgehen will, kann sich in Namibia eine Prepaid Karte von MTC für wenig Geld kaufen (Tango Karte). Wer auf permanente Erreichbarkeit, auch in abgelegenen Gebieten, angewiesen ist, sollte die Anmietung eines Satellitentelefons (INMARSAT) erwägen. Preis ca 8 USD pro Tag und ca 2 USD pro Minute, wobei man mindestens 100 Minuten abnehmen muss. Anmietung bei Firma Radio Electronic, 8B Parsons Street, Southern Industrial Area, Windhoek, Tel 00264 61 258231, Fax 00264 61 258232, info@recc.com.na.

Trinkgelder
Es ist üblich in Restaurants 10% Trinkgeld zu geben. Gepäckträger bekommen 5 bis 10 N$. An Tankstellen gibt man 2 bis 5 N$ Trinkgeld.

Trinkwasser
Das Leitungswasser in Namibia ist sauber, gut und problemlos trinkbar. Es sei denn, es wird besonders darauf hingewiesen, dass dies nicht der Fall ist. Auf Fahrten in entlegene Regionen sollte man stets genügend Trinkwasser mitführen. Mineralwasser und Eis zum Kühlen sind an den meisten Tankstellen und in vielen Geschäften erhältlich.

dollarscheinekWährung
1993 wurde der Namibia-Dollar (N$) eingeführt. Die Währung wurde 1:1 an den südafrikanischen Rand gekoppelt, da Namibias Wirtschaft sehr eng mit der südafrikanischen verknüpft ist. Der südafrikanische Rand gilt weiterhin als gesetzliches Zahlungsmittel. Durch die Anbindung muss Namibia die Hochzinspolitik der südafrikanischen Reserve Bank mitmachen. Zeitweise wurde in Namibia überlegt, die Anbindung aufzuheben. Viele befürchteten aber für diesen Fall einen Absturz der Währung.

Zeit
Während des europäischen Sommers muss man in Namibia die Zeit um eine Stunde zurückstellen. Im Winter muss man die Uhr eine Stunde vorstellen.

Zeitungen
Über die Zeitungen und Medien in Namibia finden Sie ausführliche Informationen auf der News Seite.

Zoll
Namibia gehört mit den anderen Ländern im südlichen Afrika zu einer Zoll Union. Zollfrei einführen kann man Dinge des persönlichen Gebrauchs, 1 Liter Spirituosen, 2 Liter Wein, 50ml Parfum, 250ml Eau de Toilette, 400 Zigaretten oder 50 Zigarren, 250g Zigaretten- oder Pfeifentabak, andere neue oder gebrauchte Gegenstände im Wert von N$ 2000. Alle weiteren Mitbringsel, inklusive Lebensmittel, unterliegen strengen Zollbestimmungen. Die Einfuhr eines Fahrzeugs für den Eigenbedarf ist nur mit einem Carnet de Passage Dokument möglich, das vom ADAC ausgestellt wird und wofür man eine Kaution hinterlegen muss. Das Fahrzeug muss nach der Reise wieder zurückgeführt werden, ein Verkauf in Namibia oder Südafrika ist nicht mehr möglich.


Alle Angaben wurden sorgsam recherchiert, sind jedoch ohne Gewähr.

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Selbstfahrer Reise durch Namibia