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4x4 Geländewagen
für die Namibia Reise

Viele Straßen Namibias wurden in den vergangenen Jahren asphaltiert. Dennoch überwiegen weiterhin die Schotterpisten, in Namibia "Pads" genannt, oder auch "Dirt Roads" oder schlicht "Gravel Roads". Die meisten dieser Pisten können mit einem normalen PKW befahren werden, wenngleich manche Vermieter dies wegen der Belastung für Fahrwerk und Reifen nicht so gern sehen. Für einige Strecken ist ein Geländewagen in jedem Fall unerlässlich. Dies gilt vor allem für das gesamte Kaokoveld im Norden (ausser für die Strecke von Opuwo nach Epupa), für den Khaudum Nationalpark, Teile des Damaralandes, Teile der Caprivi Region, Sossusvlei Zufahrt sowie für einige Gebiete in der Fish River Canyon und Ai-Ais Region. Auch für die Fahrt durch Botswana, etwa zwischen Chobe und Maun, Moremi und Kalahari kommt man nicht ohne ein 4x4 klar. Vorteile haben Geländewagen außerdem auf den "game drives", also auf Pirschfahrten in den Wildreservaten. Durch die erhöhte Sitzposition kann man das Wild oft sehr viel besser sehen, zumal wenn andere Fahrzeuge vor einem stehen.

Witterung
Bei der Frage nach dem Geländewagen spielen auch die Witterungsbedingungen eine Rolle. Nach andauernden, heftigen Regenfällen weichen alle Gravel Raods (auch "Dirt Roads" genannt) auf, auch wenn sie zuvor in noch so gutem Zustand waren. Dann ist ein Fortkommen schwierig. Für Geländewagen ist es leichter, aber auch sie stoßen im Schlamm bald an ihre Grenzen.

Bakkies
Die meisten Fahrzeug-Vermieter in Namibia bieten auch Geländewagen (4x4) an, die man zudem mit kompletter Safari Ausrüstung bekommt, einschließlich Dachzelt für zwei bis vier Personen. Am meisten verbreitet ist der Toyota Hilux. Dieses Pritschenfahrzeug - auch "Bakkie" genannt - kommt mit einer Kunststoffhaube über der Ladefläche und ist bei den Namibiern (und Südafrikanern) äußerst beliebt. Für die namibischen Farmer ist es das Arbeitstier. Der Hilux ist entweder als "Single Cab" (Einzelkabine mit langer Pritsche, für 2 Personen) oder "Double Cab" (mit Doppelkabine und kurzer Pritsche, für maximal 5 Personen) erhältlich. Vergleichbare 4x4s werden auch von Ford (Ford Ranger), Nissan (Nissan Navara) und neuerdings auch Volkswagen (VW Amarokk) angeboten.

SUV Fahrzeuge
Die bei uns so beliebten SUV Fahrzeuge (Nissan Xtrail, Qashqai, Hyundai ix35 etc) sind in Namibia zwar günstiger zu mieten, jedoch handelt es sich in der Regel um 2x4 Fahrzeuge. Für die namibischen C- und D-Pads sind SUVs zur trockenen Jahreszeit normalerweise völlig ausreichend, für schwierigeres Gelände sind sie dagegen ungeeignet. Die Fahrt direkt ins Sossusvlei z.B. ist mit SUVs nicht machbar. Es mangelt ihnen dazu auch an Bodenfreiheit. Auch kleinere Geländewagen (z.B. Renault Duster etc) müssen hier passen.

Landrover Defender
Die in Bezug auf ihre Geländegängigkeit unschlagbaren Landrover Defender sind leider nicht sehr zuverlässig und stehen in der Pannenstatistik schlecht da. Allerdings können sie meist von jedem Buschmechaniker repariert werden. Fast alle Fahrzeugvermieter in Namibia (und Südafrika) haben den Landrover Defender heute jedoch aus ihrem Programm genommen bzw. ihn durch den Landcruiser von Toyota ersetzt.

Diesel
Da sich die früher schlechte Qualität des Dieselkraftstoffs in Namibia stark verbessert hat, werden 4x4 Fahrzeuge heute meist mit Dieselmotoren angeboten, wodurch große Reichweiten möglich sind, ohne dass man sich mit Benzinkanistern abgeben muss.


hiluxdoublecabFoto: Toyota Hilux Double Cab, expeditionsmäßig ausgerüstetes "Bakkie". Der Schnorchel erlaubt tiefe Wasserdurchfahrten.
tworooftentsFoto: Nissan Double Cab mit 2 Dachzelten. Bei der hohen Dachlast ist stets vorsichtiges Fahren angesagt, besonders auf Schotterpisten.

Mietpreise
Alle Geländewagen sind im südlichen Afrika vergleichsweise sehr teuer, da sie mit erheblichen Importzöllen belegt sind. Die hohen Anschaffungskosten wirken sich natürlich auf die Mietpreise aus.
Bei den Mietpreisen sollte man ein wenig auf das Fahrzeugalter achten. Seriöse Vermieter bieten neuwertige Fahrzeuge an, die ein bis drei Jahre alt sind. Da Geländewagen bei Vermietung in Namibia pro Jahr meist 50.000 oder mehr Kilometer gefahren werden, nimmt man sie in der Regel bereits nach 2 Jahren aus der Vermietung und verkauft sie. Wenn Ihnen preislich besonders günstige Fahrzeuge von namibischen Vermietern angeboten werden, dann handelt es sich meist um ältere Fahrzeuge, die bereits "many clicks on the clock" haben, also eine hohe Kilometerleistung. Dies muss kein Nachteil sein, wenn die Fahrzeuge, die ja grundsätzlich sehr robust sind, gut gewartet sind. Dennoch ist das Pannenrisiko unzweifelhaft etwas höher. Man muss hier auch noch bedenken, dass das Fahren auf Schotterpisten - wie sie in Namibia üblich sind - zu deutlich höherem Verschleiß führt (1 Pistenkilometer = 2 Straßenkilometer).

Expeditionsausrüstung
Wer in sehr entlegene Regionen – zum Beispiel ins Kaokoveld – reisen möchte, muß noch etwas tiefer in die Tasche greifen und ein expeditionstaugliches 4x4 anmieten. Entscheidend ist dabei weniger die Fahrzeugmarke sondern die Zusatzausrüstung. Sinnvoll sind ein Long-Range Tank für große Reichweiten, 2 Reserveräder, Hi-Lift-Jack und weiteres Bergewerkzeug. Auch ein Wassertank und ein Kompressor-Kühlschrank sollte vorhanden sein, einschließlich Doppel-Batteriesystem, um auch bei nächtlichem Betrieb des Kühlschranks den Motor am nächsten Morgen problemlos starten zu können. Hilfreich ist auch ein Luft-Kompressor zum Aufpumpen der Reifen nach Fahrten auf Weichsand, auf denen man den Reifendruck reduzieren musste.

Braucht man ein Dachzelt?
Viele Vermieter von Geländewagen im südlichen Afrika bieten Dachzelte an. Eigentlicher Grund ist die enorme Nachfrage danach. Diese wiederum beruht hauptsächlich auf der übertriebenen Angst vor dem nächtlichen Besuch von Schlangen, Spinnen und anderen Kriechern. Da schläft man lieber auf dem Auto als im Bodenzelt. Dachzelte bergen jedoch eine Gefahr: sie erhöhen den Schwerpunkt. Vor allem mit zwei Dachzelten liegt die Dachlast im Grenzbereich des Zulässigen, nicht selten darüber. Auf den oft stark gewölbten Gravel Roads führt dies leicht dazu, daß man die Kontrolle über das Fahrzeug verliert, wenn man zu schnell in Kurven hineinfährt. Die vielen Überschläge mit Totalschaden in Namibia sprechen Bände. Dachzelte sind jedenfalls 1000mal gefährlicher als Schlangen oder Löwen. Ein weiterer Nachteil von Dachzelten gegenüber Bodenzelten: Will man nach Aufbau des Dachzelts noch eine Safarifahrt machen, einkaufen fahren oder dergleichen, so muss man das Zelt mühsam wieder abbauen und später nochmals aufbauen. Ein Bodenzelt kann man dagegen einfach stehen lassen.

4x4 Vermittlung
Wir kennen alle 4x4 Anbieter im südlichen Afrika und beraten Sie gern bei der Wahl des bestmöglichen 4x4 Fahrzeugs oder vermitteln Ihnen ein Angebot. Meist können wir Ihnen das gewünschte Fahrzeug günstiger anbieten als bei Direktbuchung. Schicken Sie am besten ein email mit den Reisedaten (Datum und Ort für Annahme und Rückgabe des Fahrzeugs, geplante Reisegebiete) an: 4x4hire@suedafrika.net
 
Hinweis: Wir treten für alle Anbieter nur als Vermittler auf. Vertragspartner des Mieters ist das jeweilige Unternehmen in Südafrika oder Namibia.

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Selbstfahrer Reise durch Namibia