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Walvis Bay

Walvis Bay (afrikaans Walvisbaai oder deutsch Walfischbucht) liegt rund 30 Kilometer südlich von Swakopmund, verbunden durch eine traumhaft schöne Straße direkt am Meer entlang und gesäumt von mächtigen Dünen. Die Stadt liegt an einer weiten Lagune mit zahllosen Seevögeln und Flamingos. Bei klarer Sicht sieht man den markanten schwarzweißen Leuchtturm auf der Spitze der Landzunge im Nordwesten der Lagune.

Walvis Bay wurde - obwohl schon 1487 von dem portugiesischen Seefahrer Bartholomeo Diaz entdeckt - im Jahre 1793 durch die Kap Holländer gegründet, aber schon drei Jahre später von den Briten annektiert. 1910 wurde Walvis Bay – wie auch die Kap-Kolonie – Teil der Südafrikanischen Union. Nach der Unabhängigkeit Namibias blieb der einzige Tiefsee Hafen an der namibischen Küste zunächst im Besitz von Südafrika. Erst 1994 stimmte der damalige Präsident Frederik Willem de Klerk einer Rückgabe der Exklave an Namibia zu, ein Glücksfall für das junge Land.



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Walvis Bay zählt heute rund 70.000 Einwohner. Die geschäftige kleine Hafenstadt ist damit zweitgrößte Stadt in Namibia. Weiteres Wachstum wird erwartet, neue Wohnviertel mit bunten "Low-Cost-Houses" schießen im Nordosten von Walvis Bay wie Pilze aus dem nackten gelben Wüstensand. Die meisten Menschen sind im modernen Hafen-Terminal beschäftigt. Ein neuer Container-Hafen auf einer aufgeschütteten Insel wird derzeit mit chinesischer Hilfe errichtet. Viele Menschen sind zudem in der florierenden Fischerei-Industrie beschäftigt. Auch die Patrouillenboote der namibischen Marine sind in Walvis Bay stationiert und steuern einige Arbeitsplätze bei. Darüber hinaus wird in Walvis Bay Meersalz produziert. Auf den 3500 Hektar großen Salzfeldern werden jährlich 400.000 Tonnen hochwertiges Salz gewonnen. Der internationale Flughafen von Walvis Bay (IATA Code WVB) wurde in den letzten Jahren erheblich ausgebaut. Er hat nach Windhoek nun die höchsten Passagierzahlen und ist darüber hinaus Namibias wichtigster Cargo Airport im interkontinentalen Luftfrachtverkehr.

Foto links: Flamingos auf der Lagune von Walvis Bay. Oben rechts: Sandwich Harbour. Unten rechts: Per Kayak auf der Lagune von Walvis Bay.

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Die Lagune ist das landschaftliche Highlight von Walvis Bay. Sie gilt als eines der wichtigsten Feuchtgebiete im südlichen Afrika und ist Überwinterungsplatz für Hunderttausende von Zugvögeln. Auch zahllose Flamingos und Pelikane ernähren sich aus der Lagune von Walvis Bay. Von der Promenade aus, die einen Teil der Lagune säumt, kann man viele der Vögel beobachten. Wer es sportlicher liebt, kann das flache Gewässer per Kajak erkunden. Immer sieht man dabei auch zahlreiche Robben und oftmals auch Delfine.

Sehenswert in Walvis Bay ist auch das heimatkundliche Museum im Civic Centre, das Birdlife Information Centre und die hölzerne Rheinische Missionskirche aus dem Jahre 1880. "Dune 7" am Stadtrand ist die höchste Sanddüne der Gegend. Wer sie besteigt, kann einen herrlichen Ausblick genießen.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist die wirklich abenteuerliche Fahrt zum rund 48 Kilometer entfernten Sandwich Harbour, eine Süßwasser Lagune umgeben von Dünen, besonders bei Anglern und Ornithologen beliebt. Für die Fahrt - sie ist nur bei Niedrigwasser möglich - wird unbedingt ein Allradfahrzeug benötigt. Der Verlauf der Piste durch die Dünen ist zum Teil schwer zu erkennen. Außerdem geht es immer wieder durch tiefen Weichsand. Das letzte Stück muss man zu Fuß bewältigen.

Kayak auf der Walvis Bay Lagune
Walvis Bay verfügt über viele gute Restaurants, Cafés und Kneipen sowie über komfortable Hotels und Gästehäuser. Auch Geländewagen kann man hier mieten. Weitere Informationen, Reisetipps und Unterkünfte finden Sie auf der Seite Reisehinweise für Walvis Bay.

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Selbstfahrer Reise durch Namibia