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Gobabis

Gobabis liegt rund 200 Kilometer östlich von Windhoek an der B6 und ist Zentrum der Omaheke Region. Sie liegt am Rande der Kalahari und umfasst ein riesiges Gebiet von mehr als 80.000 Quadratkilometern. Die Omaheke - auch "Sandveld" genannt - ist traditionell Siedlungsgebiet der Herero. Auch viele Überlebende des Dramas am Waterberg haben nach der verzweifelten Flucht durch die trockene Omaheke hier gesiedelt. Der Großteil des Landes wird jedoch von riesigen Farmen genutzt, die hier speziell Rinderzucht betreiben. Die Landschaft wirkt monoton, endlose Gras-Savannen, Akazienbüsche und Kameldornbäume bestimmen das Bild.

Die Anfänge von Gobabis reichen bis in das Jahr 1856 zurück, als die Rheinische Missionsgesellschaft hier eine Station errichtete, die 1880 zerstört und aufgegeben wurde. Die Gegend galt als unruhig, ständig gab es kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Herero und den im Süden siedelnden Nama. Weiße Siedler liessen sich darum nur sehr zögerlich hier nieder. Auch die 1895 mit den Herero abschlossenen Schutzverträge der deutschen Kolonialverwaltung unter Gouverneur Leutwein änderten daran wenig.

Die Distrikthauptstadt Gobabis hat heute rund 18000 Einwohner und dient im wesentlichen der Versorgung der rund 800 Farmen in der Region, viele haben deutschstämmige Eigentümer.

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Das Stadtbild wird ansonsten stark von Hereros geprägt. Sie kommen aus den umliegenden Dörfern in der Omaheke, zu einem großen Teil auch aus dem benachbarten Botswana, um in Gobabis ihre Einkäufe zu tätigen. Vor allem die Herero Frauen mit ihren voluminösen Matronen-Kleidern und den ausladenden Hauben bringen Farbe in den eher tristen Ort.

Gobabis ist zudem wichtiger Zwischenstopp für den Botswana Verkehr geworden. Der Grenzposten Buitepos liegt 110 Kilometer östlich von Gobabis. Die Reise von Windhoek nach Johannesburg quer durch Botswana war noch vor wenigen Jahren ein Abenteuer. Durch den 1998 fertiggestellten, durchwegs geteerten "Trans-Kalahari-Highway" kann man die knapp 1300 Kilometer nun problemlos in 2 Tagen bewältigen. Die Service Angebote und Unterkünfte sind in Botswana allerdings bescheiden. Die Strecke ist zudem eintönig und wird darum bislang vorwiegend für den Güterfernverkehr genutzt. Deutlich interessanter ist dagegen ein Abstecher in den nordöstlichen Teil Botswanas, nach Maun zum Moremi Game Reserve im Okavango Delta oder weiter über Nata zum Chobe Nationalpark und zu den Viktoria Fällen.

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