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Spitzkoppe / Erongo

Die Spitzkoppe zwischen Usakos und Swakopmund wird auch als "Matterhorn Namibias" bezeichnet. Mit einer Höhe von rund 1728 Metern über N.N. ist die Spitzkoppe keineswegs der höchste Berg in Namibia. Wegen seiner markanten Umrisse gilt er jedoch als bekanntester Berg im Lande. Schon aus sehr großer Entfernung kann man das Inselgebirge inmitten einer endlosen, trockenen Ebene erkennen. Die Höhendifferenz zwischen Bergspitze und dem Umland beträgt 700 Meter. Neben der Spitzkoppe liegen die Kleine Spitzkoppe mit einer Höhe von 1584 Metern über dem Meeresspiegel sowie die Pontok Berge.

Das Spitzkoppe Felsmassiv aus Granitgestein gehört zur Erongo Bergregion und entstand vor mehr als 100 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität und anschließende Erosion. Magma drang nach oben, jedoch nicht bis an die Oberfläche. Durch Winderosion (Windschliff) wurde anschließend in Millionen von Jahren das Deckmaterial abgetragen, bis die Granit Intrusion freilag.

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Foto: oben: Der Inselberg wirkt recht harmlos. An der Besteigung haben sich jedoch schon viele Bergsteiger vergeblich versucht. Links: Rund um die Spitzkoppe findet man interessante Gesteinsformationen.
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Die harmlos wirkende Spitzkoppe ist sehr schwer zu besteigen. Erstmals wurde sie 1946 bezwungen. Nur erfahrene Bergsteiger mit entsprechender Ausrüstung und Vorbereitung können den Berg meistern. Im Sommer ist es völlig unmöglich, weil man sich an dem heißen Gestein regelrecht die Hände verbrennt.

Man kann jedoch in der herrlichen Landschaft ausgiebig wandern und zwischen den skurilen Gesteinsformationen herumklettern. Für den Pflanzenliebhaber gibt es interessante Gewächse zu entdecken wie die gelblichen Butterbäume oder den "Giftboom" (euphorbia virosa), ein Wolfsmilchgewächs mit extrem giftigem, weissem Saft, mit dem die Buschmänner ihre Pfeile vergifteten. Buschmann-Zeichnungen findet man an verschiedenen Stellen, viele im "Bushman Paradise" unter einer überhängenden Felswand.

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Selbstfahrer Reise durch Namibia