gb

Oranje 01 Oranje 02 Oranje 03 Oranje 04 Oranje 05

Orange River

Der Oranje oder Orange River, Namibias südlicher Grenzfluss zu Südafrika, entspringt in den Drakensbergen in Lesotho auf einer Höhe von 3000 Metern über dem Meeeresspiegel und fließt dann in nordwestlicher Richtung durch Südafrika, wo er intensiv für die Bewässerungswirtschaft genutzt wird und mehrfach aufgestaut wird. Bei Oranjemund erreicht der Oranje den Atlantischen Ozean und hat dann eine Strecke von 2160 Kilometern zurückgelegt.

Der Fluss zeigt auf seiner langen Reise viele verschiedene Gesichter. Der Abschnitt zwischen dem Grenzort Noordoewer und der Mündung ist landschaftlich besonders reizvoll. Mal wird das Flusstal von schroffen, rötlichbraunen Bergketten gesäumt, mal von Dünenfeldern. Der Oranje ist hier ein stiller und friedlicher Strom, das Flusstal vom Tourismus kaum berührt. Erst seit kurzem gibt es einige Unterkünfte in Grenznähe sowie Anbieter von Bootstouren. Das Flussbett des Oranje ist sandig, das Wasser sauber und klar. An einigen Stellen findet Bewässerungswirtschaft statt, vor allem werden Tafeltrauben und Zitrusfrüchte angebaut.

Der Oranje sorgte für die Diamantenvorkommen an der namibischen Küste. Er spülte über Millionen von Jahren Diamanten aus der Kimberley Region in Südafrika in den Ozean. Von dort wurden sie von der Meeresströmung nordwärts befördert und von der Brandung in die Dünenfelder der Namib hinein getragen.

orangeair
norot

Vom Grenzort Noordoewer aus führt eine Sandstraße zum Bergbauort Rosh Pinah. Die Strecke gehört nach wie vor zu den schönsten Routen in Namibia. Oft verläuft sie direkt am Fluss entlang. Fast überall kann man frei campieren.

Die Straße führt zum Teil durch Diamanten Sperrgebiet, das sich über weite Regionen entlang der namibischen Küste erstreckt. Hier könnte man tatsächlich Diamanten finden. Erst vor wenigen Jahren wurden auf der Farm Aussenkehr am Oranje neue Diamantenvorkommen entdeckt. Das Anhalten oder gar das Abweichen vom Wege ist innerhalb des Sperrgebietes darum nicht gestattet. Oranjemund ist für Besucher nicht zugänglich. Einige Kilometer vor Rosh Pinah ist allerdings der Grenzübertritt nach Sendelingsdrif in Südafrika und der Besuch des Richtersveld Nationalparks möglich. Eine kleine Autofähre verkehrt täglich zwischen 9 und 17 Uhr. Im Richtersveld Park wird jedoch ein Geländewagen benötigt.

Rosh Pinah ist ein geschäftiger Industrieort. Der südafrikanische Anglo-American Konzern betreibt hier Zinkabbau in großem Maßstab. Das Buntmetall wird per LKW zur Verschiffung nach Lüderitz gebracht. Die C13 Straße von Rosh Pinah nach Aus wurde aus diesem Grunde asphaltiert.

REISEHINWEISE + UNTERKUNFT

Fotos: Links Luftbild vom Oranje Tal. Oben der Orange River nahe der Farm Aussenkehr.

planban

Selbstfahrer Reise durch Namibia