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Rundu

Fährt man von Grootfontein auf der B8 nach Nordosten, so wird schon nach kaum hundert Kilometern die Landschaft zunehmend afrikanisch. Strohgedeckte Rundhütten aus Lehm stehen in kleinen Siedlungen unweit der Straße. Das Buschland wird dichter und grüner, Bäume werden zahlreicher. Auch Gemüsegärten sieht man zwischen den Siedlungen, und Felder mit Mais und Hirse. Hier gibt es keine Zäune mehr, und immer wieder laufen Ziegen, Schafe und Rinder auf die Fahrbahn. Am Straßenrand sitzen Holzschnitzer vor ihren Hütten und Unterständen und bieten den wenigen vorbeifahrenden Touristen geduldig ihre Schnitzarbeiten an.

Wir sind im kommunalen Siedlungsgebiet der Kavango mit der Distrikthauptstadt Rundu, auf einer kleinen Anhöhe direkt am Okavango Fluss gelegen, der die Lebensader dieser Region darstellt. Auf einer Länge von über 400 Kilometern markiert der träge dahinziehende Strom die Grenze zwischen Namibia und Angola, bevor er nach Süden ins Okavango Delta abbiegt und dort in tausenden von einzelnen Armen im abflusslosen Kalahari Becken versickert.

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Fotos: Links Sonnenuntergang über dem Okavango. Rechts ein Kavango Holzschnitzer mit für diese Region typischen Schnitzarbeiten.
woodcarver_kavango

Das Volk der Kavango stammt zum großen Teil aus Angola. Viele der sehr dunkelhäutigen Menschen kamen während des Bürgerkriegs nach Namibia. Doch eigentlich ist die Grenze künstlich. Die Kavango leben seit Jahrhunderten beidseits des Okavango Flusses. Kaum eine Familie, die nicht Verwandte oder Freunde auf der anderen Seite hätte.

Die Stadt Rundu ist das einzige Versorgungszentrum der Kavango Region. Während der Unabhängigkeitskämpfe war Rundu Stützpunkt der südafrikanischen Streitkräfte. Auch die asphaltierte B8 Straße verdankt der 50.000-Einwohner-Ort der Tatsache, daß hier einst der Nachschub in den Norden rollte. Die Stadt hat kaum Sehenswürdigkeiten, jedoch ein lebendiges Marktleben mit Markthallen und Straßenmärkten, die vor allem Fisch und Lebensmittel der lokalen Fischer und Bauern anbieten. Außerdem gibt es schöne Plätze am Fluss und geradezu grandiose Sonnenuntergänge.

Rundu ist auch das Tor zum Caprivi. Hier sollte man auftanken und die Lebensmittelvorräte gut aufstocken, denn auf den gut 500 Kilometern auf dem Trans-Caprivi-Highway bis nach Katima Mulilo gibt es nicht mehr viel zu kaufen.

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Selbstfahrer Reise durch Namibia